Das Schwarze Auge (4.1) Spielabend vom 05.11.2019 “Der Prozess.”

Das Schwarze Auge (4.1) Spielabend vom 05.11.2019 “Der Prozess.”

„Sie wollen die Wahrheit? Sie können die Wahrheit doch gar nicht ertragen.“ Jack Nicholson als COL Nathan R. Jessep in “Eine Frage der Ehre”, USA 1992


Aus dem Reisetagebuch des thorwalischen Skalden Tjure Fenrirson:

25. Tag des Kornmonds [Rondra] im Jahr 2648 nach Jurgas Landung [1021 BF]

Thurgnarsfjord: Die Otta [Drachenboot] “Seetiger” landete am Strand der nahen Ottaskin [wehrhafte Behausung], der Ottajasko [Schiffsgemeinschaft] der “Sturmvögel”, direkt neben ein paar Fischerbooten. Zahlreiche Bewohner des palisadenumringten Dorfes stürmten freudig auf die “Seetiger” und deren thorwalischer Besatzung zu. Beinahe jeder der 38 Mannschaftsmitglieder der “Seetiger” wurde freudig von den Dörflern begrüßt. Ein schwarzer Olporter, eine Hunderasse, die besonders im thorwalischen Norden beheimatet war, lief ebenfalls bellend auf das Schiff zu und suchte sein Herrchen oder Frauchen. Eine Kinderscharr lief auf die Thorwalerin Baerwala zu und umringten die junge Thorwalerkriegerin. Mütter, wie auch Väter nahmen ihre Söhne oder Töchter in die Arme. Es war für uns sechs Helden freudig, mit anzusehen, wie diese große Sippe, deren Kapitänin und Hetfrau Jandra Halvarsdottir war, wieder zusammen kam. Nach der Begrüßung berichtete Jandra vom heldenhaften Ableben des alten Steuermanns Arne Ragnarsson und danach halfen alle Anwesenden mit, die Handelsgüter vom Schiff in das Dorf zu tragen. Das Dorf bestand aus vier Langhäuserbauten. Danach stand für Jandra, uns und allen 38 Besatzungsmitgliedern das große Reinigungsritual an. Eine große Waschung durch einer heißen Quelle, bei der sich jeder vollständig seiner Kleidung entledigte und anschließend die Schwitzhütten aufsuchte. Danach wurde im kühlen Flusswasser gebadet. Natürlich rasierte ich mich anschließend.

Wir alle sechs erschienen dann am Abend frisch und sauber angekleidet mit dem Skalden [Barden] Thure, der uns seit Kendrar begleitete, in die große Halla von Jandra. Dort fand die Feier der Ottajasko statt. Die Handelsgüter des letzten Sigling [Handelsfahrt] waren aufgebaut. Es gab reichlich zu Essen und Trinken. Darunter waren Fisch, Honigschinken, Brot, Wurst und Käse. Met [Honigwein] und Premer Feuer [starker Rübenschnaps}. Jeder von uns Sechs musste mit jedem anstoßen. Das war voerst das letzte Mal, dass ich Jorgan, unseren Galdmader [Magier] gesehen hatte, denn offenbar beschloß er, für eine Weile alleine zu bleiben. So mag ich leider nicht davon berichten können, was er in diesen nächsten zwei Tagen erlebt hatte. Thure machte uns mit vielen Dorfbewohnern bekannt und erzählte ihnen, wer wir waren. Dann wurde auf thorwalische Art gefeiert, indem viel gesungen, geredet, gegessen und vor allem getrunken wurde. Die Beute des Siglings wurde verteilt und auch wir Fünf bekamen zumindest eine handvoll Gold. Spät am Abend erschienen dann fünf bewaffnete Jarlskari [Garde des Jarls] aus Auriler. Das war die nächste Stadt; nur ein paar Wegstunden von der Ottaskin entfernt. Der dortige Jarl [gewählter thorwalischer oberster Richter und Verwaltungsoberhaupt eines Bezirkes] hatte, wie ich von Thure erfuhr, Hetfrau Jandra für den morgigen Tag vorladen lassen. Jandra wurde vorgeworfen, einen Mord gegen einen anderen Hetmann begangen zu haben. Dafür musste sie sich am darauffolgenden Tag vor einen Hjalding [Versammlung stimmberechtigter Thorwaler] verantworten. Nachdem Thure uns davon berichtete, sahen wir, wie Jandra die Halla verließ. Auch die Jarlskari gingen zurück nach Auriler. Dann redete Thure mit allen über den Vorfall. Selbstverständlich bekundete die gesamte Ottajasko ihre Unterstützung. Auch wir fünf Helden. Thure verkündete: “Heute wird gefeiert. Morgen wird geredet.”

Am nächsten Morgen erwachten wir allesamt in der Halla, als deren Tore geöffnet wurden und grelles Sonnenlicht uns blendete. Wir reinigten uns und frühstückten schnell. Wir rüsteten uns aus und bewaffneten uns, Dann gingen wir Fünf mit Jandra, Thure und etwa 20 thorwalischen Kriegern nach Aurilar. Jandra trug an diesem Morgen zu ihrer Rüstung und Skraja [einhändig geführte thorwalische Kampfaxt] ihren Kriegsmantel, der nur gewählten Hetleuten und Swafnirgeweihten zustand. Unterwegs erfuhren wir von Thure, dass der damalige Holmgang [Zweikampf] zwischen Jandra und dem Hetmann Airik statt fand. Es ging ihnen damals entweder um das dritte Blut; also bis zum Tod oder der Kampf hatte zum Tod des Hetmanns Airik geführt. Damals gab es keine Zeugen. Jandra hatte behauptet, Hetmann Airik fair besiegt zu haben. Wir erreichten Auriler, die von einer hohen Palisade umgeben war. Die Stadtwachen ließen uns durch das Stadttor gehen. Wir gingen durch die Stadt, die überwiegend aus Langhäusern und Holzhütten bestand. Wir erreichten das Haus des Jarls; ebenfalls ein Langhaus. Die Jarlskari ließen uns alle passieren, nachdem wir die Rune der Sturmvögel-Ottajasko vorwiesen, die Baerwala uns allen Fünf gestochen hatte. Aber nicht alle Thorwaler Krieger von uns gingen hinein. Drinnen waren bereits über 80 Thorwaler aus Auriler. Drei Holzsessel standen auf einer Tribüne. Dort sollte der Jarl und seine beiden Löggmenn [Richter/Beisetzer] sitzen. Auf der einen Seite stand ein freier Stuhl, zu der Jandra ging. Ihr saß auf der anderen Längsseite bereits ein junger thorwalischer Krieger gegenüber, der ebenfalls in einen Kriegsmantel gewandet war. Das war wohl Hetmann Runolf Airikson. Jandra saß sich auf ihren vorgesehenen Platz.

Kurze Zeit darauf erhoben sich die Kontrahenten, als das Hjaldingtribunal eintrat. Angeführt von der Jarlin namens Swafjerla Herlirsdottir, trat ihre Beisitzerin Ifirnia, eine Skaldin und ein mir unbekannter Hetmann mit herein. Alle waren in ihrem vollen Ornat gekleidet. Als sie sich in die Sessel saßen, nahmen auch Jandra und ihr Gegenüber Runolf platz. Ich beobachtete Thure genau. Ich selbst hatte nur von Hjaldings dieser Art gehört aber nie selbst daran teilgenommen. Runolf erleuterte seine Anklage. Er beschuldigte Jandra, vorsätzlich Waffengift benutzt zu haben, um seinen Vater Airik dadurch besiegen konnte. Die Geräuschkulisse der anwesenden wütenden Thorwaler war enorm, dass Jarin Ifirnia das Hjalding um Ruhe ermahnen musste. Jandra entgegnete wütend, niemals Gift benutzt zu haben. Uns war gar nicht klar, worum es in dem damaligen Streit ging und das war für die Thorwaler ebenso wenig wichtig. Bei uns Thorwalern zählte nur der Mut und swafnirgerecht zu kämfen. Der Einsatz von Gift war nicht swafnirgefällig. Runolf forderte ein Thurgold [Geldstrafe zur Wiedergutmachung] von Jandra und erwähnte Hinweise auf Waffengift gefunden zu haben und einen Zeugen. Da waren wir alle baff. Ein Zeuge trat ein. Ein Thorwaler, der sich neben Runolf stellte. Er war hochgewachsen und trug einen teuren bestickten pelzbesetzten Umhang. Er sagte, er hieß Harder Walkirsson. Er bestätigte weiter, er persönlich hatte Jandra Sturmkind das Waffengift verkauft. Er entschuldigte sich dafür, nicht die nötige Weitsicht gehabt zu haben. Dabei fiel uns Helden auf, dass Harder Jandra nicht in ihre Augen sehen konnte. Das Hjalding nahm seine Aussage zur Kenntnis. Ich wusste genau, dass er lügt aber wie konnten wir es beweisen?

Dann sprach das Tribunal den Urteilsspruch gegen Jandra. Sie sollte Runolf ein angemessenes Thurgold zahlen. Jandra Sturmkind aber nahm das Urteil nicht an. Nun war Runolf baff. Damit hatte er nicht gerechnet. Darauf hin verurteilte die Jarlin, Jandra Sturmkind zum Skoggang [lebenslängliche Verbannung] und zusätzlich die Streichung aller Heldentaten der Hetfrau und ihrer Ottajasko aus allen Schriften, Sagen und Liedern. Hetfrau Jandra hatte drei Tage Zeit, dem ersten Urteil des Tribunals gerecht zu werden, sonst würde sie friedlos. Jandra erhob sich und wollte gehen. Ihre Thorwaler folgten ihr. Auch Harder ging. Fenja, unsere Seidkona [Hexe] bat mich, seine Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Sie wollte mittels des Zaubers BLICK IN DIE GEDANKEN seine Motivation erkennen. Ich rief dem Zeugen nach: “Heilari [Heiler/Giftmischer], wer hat Dich für diese Aussage bezahlt?” Harder stutzte kurz und blickte tatsächlich in unsere Richtung. Fenja nutzte den Augenblick, nahm Blickkontakt mit ihm auf und tauchte einen Moment in seine Gedanken hinein. Was sie sah, konnte sie in diesen weinigen Herzschlägen mir nicht mitteilen. Aber Fenja war motiviert genug, Harder zu folgen, als er nach draussen ging. Coran unser Kaupmadersohn [Sohn eines Kaufmanns] folgte Fenja.

Plötzlich schrie mich Hetmann Runolf an. “Hast du etwa behauptet, ich hätte den Zeugen bezahlt, damit er seine Aussage macht?” – “Eigentlich nicht”, entgegnete ich. Doch das half nichts. Für ihn und alle anderen Thorwaler sah es wohl so aus. Runolf forderte mich darauf zum Holmgang auf, da er sich beleidigt fühlte. Vor dem Haus des Jarls. Ja, wir Thorwaler sind bekanntermaßen sehr jähzornig. Gut, dachte ich mir. Verschaffe ich vielleicht auf diese Weise, Fenja einen gewissen Zeitvorsprung und verteidige ich die Ehre der “Sturmvögel”-Ottajaske, denn Jandra sagte dem Holmgang des Hetmanns gegen mich zu. Danke Jandra, meine Hetfrau! Finn, unser Gjaldskaper [Söldner], blieb bei mir. Jenssei, unseren Kopfgeldjäger, bat ich, Coran zu folgen. Das machte der mittelreichische Jäger, mit Vorfahren aus Maraskan, natürlich gerne. Ich trat dem Hetmann vor dem Haus des Jarls also entgegen. Um es kurz zu machen, war der Kampf gegen den kampferprobten Hetmann sehr unspektakulär und wenig bereichernd für alle Anwesenden. Mich inbegriffen. Ich durfte zuerst mit meinem Hjalsmesser [thorwalisches Entermeser] und nur mit einem Umhang gerüstet, zuschlagen. Doch ich wollte niemanden wirklich weh tun und passte. Dann schlug der Hetmann, gerüstet mit Kriegsmantel und Helm mit seinem Skraja zu und ich hatte keine Chance, diesen Schlag auszuweichen oder zu parieren. Die Axtklinge traf mich schwerer, als ich es erahnen könnte. Abschlachten lassen, wollte ich mich nicht. Ich hatte Mut bewiesen, ihm entsprechend entgegen zu treten. Das musste reichen. Ich griff nicht weiter an, sondern warf mein Hjalsmesser vor meine Füße. Ich gab auf. “Du hast gewonnen, Hetmann.” Wenn Runolf jetzt wieder angriff, dann gegen einen Unbewaffneten. Und das noch vor dem Haus des Jarls. Das durfte er nicht, wenn er nicht noch seine restliche Ehre verlieren wollte. Er und seine Leute beschimpften mich als “Feigling” und bespuckten mich. Das musste ich leider über mich ergehen lassen. Leider hatte auch Finn kein Verständnis für meine Situation und bot mir an, mich in Zukunft, im Schwertkampf zu unterweisen. Ich nahm dankend an.

Inzwischen war Fenja dem Heilari Harder bis zu seinem Haus gefolgt. Ein Haus aus Holz und Flechtwerk, mit einer einfachen Holztür und Fenster vorne und jeweils einem Fenster an den Seiten. Die Rückseite des Hauses war direkt an die Stadtpalisade gebaut. Das Dach bestand aus Dachschindeln. Ein kleiner Schornstein zierte das Dach. Es kam kein Rauch aus ihm heraus. Die Fenster waren mit Tierhaut bespannt. Durch eines der Fenster honnte Fenja hinein spähen. Coran beobachtete sie dabei aus der Distanz. Jenssei war in der, nicht ganz kleinen Stadt herumgeirrt, bis er eine Feder fand und auch Coran sah. Fenja klopfte an der Tür und konfrontierte Harder mit seiner Aussage. Als Harder sie eintreten ließ, schlich Coran näher, um zu lauschen. Jenssei folgte Coran, blieb aber auch auf Distanz. In seinem Haus sagte Harder zu Fenja: “Es ist zu spät… Es ändert nichts.” Harder sagte, dass es Rattengift war; seine eigene Kreation. Ein Waffengift, das lähmt und dann langsam tötet. Harder gab zu, vor dem Hjalding gelogen zu haben. Er hatte Jandra das Gift nicht verkauft. Harder sagte plötzlich zu Fenja: “Kleine Hexe.” Mittels des Zaubers HEXENBLICK wollte Fenja feststellen, ob Harder vielleicht ein Hexer war, doch der Zauber mißlang und Harder griff Fenja an. Er würgte die Seidkona und ihre Schlange Apophis, berührte sie unsittlich und riss ihre Kleider vom Leib. Harder warf Fenja auf seine Schlafstelle und hindere sie am schreien, während er sich an Fenja zu vergehen versuchte. Doch das sollte ihm nicht gelingen.

Fenja wehrte sich verbissen, nutzte alle profanen Möglichkeiten, die ihr einfiel. Zaubern konnte sie nicht mehr, denn dazu waren ihre astralen Kräfte erschöpft. Coran aber hörte Kampfgeräusche, trat mit gezogenen Kurzschwert durch die Haustür ein und fand beide Kontrahenten im Schlafgemach des Heilari, während einer nicht einvernehmlichen versuchten Vereinigung vor. Es kam zum Kampf. Jinssei konnte beobachten, wie Coran in das Haus des Heilari eintrat. Er selbst blieb zuerst auf Abstand. Im Haus ergriff Fenja die Lederjacke von Coran, mit der sie sich versuchte, zu bekleiden. Über den ganzen Oberkörper von Harder waren zahlreiche unheimliche Tätowierungen von Kraken anderen Seeungeheuern und Seeschlangen gestochen. Die Seeschlangen wurden lebendig und griffen Coran und Fenja an. Coran hatte Mühe die Angriffe anzuwehren. Inzwischen hatte Jenssei Kampflärm aus dem Haus gehört und trat ein. Finn und ich suchten in der Stadt nach einen der drei Kameraden. Dabei fiel Finn der Kopfgeldjäger Jenssei auf, wie er gerade in das Haus des Heilaris ging. Auch wir folgten. Als wir auch Kampflärm hörten, wollten auch wir eindringen.

Durch die offene Tür sah ich Harder mit seinen Seeschlangen, die auf meine Kameraden einhackten. H´ranngargefällige Hautzeichnungen und entsprechende Magie. Vor uns stand ein Kultist jener Dämonenbrut, die Gegenspieler vom Walgott Swafnir war. Finn konnte in dem engen Haus kaum agieren, dennoch verursachte er am meisten Schaden gegen Harder. Finn rief wütend: “Kommt aus diesem Scheiß Raum raus!” Fenja zog sich mit Coran´s Lederjacke um den Leib in Harders Alchimistenküche zurück. Nach kurzer Zeit auch Coran. Ich sah eine Möglichkeit, mein zweites Wurfbeil einzusetzen. Und ich tat es. Doch enttäuschender Weise traf ich nur die Wand. Der Kultist streckte mir seine Faust entgegen und rief: “HORRIPHOBUS!” Sofort erfasste eine gewaltige Angst meinen gesamten Körper und Geist. Alle anderen Wesen auf seinen Körper gezeichnet, wollten mich ergreifen. Ich zitterte am ganzen Leib. Coran versuchte von der Alchimistenküche aus, seitlich einer Seeschlange, den Kopf abzuschlagen. Doch dieser Angriff mißlang. Fenja gelang es aus der Alchimistenküche heraus. Sie wollte schnellstens aus dem Haus fliehen. Ich rief ihr zu: “Hol die Jarlsgarde.” Doch dazu sollte es nie kommen. Der Kultist hatte die Oberhand. Er wehrte die Angriffe meiner Kameraden fast alle ab. In meiner Verzweiflung zog ich meinen Dolch. Diesen wollte ich Harder in den Leib werfen. Doch ich zitterte zu stark und traf wieder nur die Wand. Endlich gelang Finn der entscheidende Treffer. Blutend stürzte der Kultist zu Boden. Seine letzten Worte waren: “Das ändert nichts.” während die Seeschlangen und alles andere an ihm wieder normale Hautzeichnungen wurden.

Ich wollte mir meinen Dolch und mein Wurfbeil wieder holen, doch irgend etwas anderes war schneller. Wir hatten in einer fremden Stadt einen Bürger in seinem Haus getötet. Mein Gedanke war, einen Swafnirgeweihten zur Hilfe zu holen. Doch wieder wurde mein Vorschlag verworfen. Die Tür wurde geschlossen, wir befanden uns alle Fünf draussen und ehe ich mich versah, liefen wir durch Auriler zum Stadttor und von dort aus zur Ottaskin der Sturmvögel. Dort angekommen sprachen wir zuerst mit Thure, dem Skalden. Gemeinsam gingen wir zu Jandra und berichteten ihr alles, was wir herausgefunden und erlebt hatten. Ich versuchte wieder den Vorschlag zu machen, einen Swafnirgeweihten zu rate zu ziehen. Ein Swafnirgeweihter könnte herausfinden, dass Harder ein Kultist von H´ranngar war. Wenn wir alle aussagen, was wir erlebt hatten… Doch Jandra wollte uns nicht in IHRE Sache reinziehen. Die Hetfrau dankte uns allen für die Hilfe und unseren Einsatz. Für mich war das selbstverständlich. Aber Jandras Entscheidung stand wohl schon lange fest. Auf diesen Boden wollte Jandra, das Sturmkind, nicht (mehr) kämpfen. Thure holte die gesamte Ottajasko zusammen und Jandra sprach zu allen. Jandra erklärte, sie und die gesamte Ottajasko würde den Skoggang gehen. Sie und ihre Mannschaftwürde würde wieder auf Fahrt mit der “Seetiger” gehen. Thure wurde aufgetragen, mit der Bevölkerung des Dorfes andere befreundete oder verwandte Ottajasko aufzusuchen. Dem Hetmann Runolf sollte nichts bleiben, als verbrannte Erde. Die Ottaskin sollte also niedergebrannt werden. Thure schwor darauf Jandra ewige Treue, obwohl er nicht mitfahren sollte. Die Seetiger wurde beladen und zum auslaufen bereit gemacht und Jandra entließ uns Sechs Helden aus unseren Trygdar-Eider [Teueschwur].

— Und den letzten Halbsatz aus diesem Abenteuer erfahren wir in einer Woche, denn dann sind wir Spieler alle zusammen. —

(An dieser Stelle beendeten wir den Spielabend)

Danke an Rike (Fenja), Stefan (Coran), Claas (Finn), Christian (Jinssei) und unseren Spielleiter Frerk.

Dirk Otto (Tjure) für Ludo Liubice EV

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