Das Schwarze Auge (4.1) Spielabend vom 29.10.2019 “Orks, ein Thorwaler-Begräbnis und ein Schatz.”

Das Schwarze Auge (4.1) Spielabend vom 29.10.2019 “Orks, ein Thorwaler-Begräbnis und ein Schatz.”

“Behalte deine Ängste für dich, aber teile deinen Mut mit anderen.”
Robert Louis Stevenson (1850-1894)

Aus dem zweiten Reisetagebuch des thorwalischen Skalden Tjure Fenrirson:

Irgendwann nach dem 20. Tag des Kornmonds [Rondra] im Jahr 2648 nach Jurgas Landung [1021 BF]

Vieles von dem, was ich hier berichte, wurde mir erst später herangetragen:

Die Otta [Drachenboot] “Seetiger” fuhr in den immer dunkler werdenden Abendstunden in den Fjord hinein. Kapitänin der “Seetiger” war die mutige thorwalische Hetfrau Jandra Halvarsdottir. Das Boot wurde vom Steuermann Arne gesteuert und die Besatzung bestand aus 38 mutigen und kräftigen männlichen und weiblichen Thorwalern und uns sechs Helden. Das waren Fenja, unsere Heilari [Heilerin]; Coran, der Kaupmaderssohn [Sohn eines Händlers], Finn, der Gjaldskaper [Söldner], Jenssei, der Kopfgeldjäger; Jorgan, der Galdmader [Magier] und mich, Tjure, der Chronist und Skalde [Barde]. Bis auf Jorgan gehörten wir seit einem Tag auch der Ottajasko [Schiffsgemeinschaft] der Sturmvögel an. Jandra hatte Jorgen seinen Zauberstab entrissen und das Werkzeug des Galdmaders in das Meer geworfen, wo es in den Fluten versank. Das war die Folge dessen, da sich Jorgan den Anweisungen, an Bord ihres Schiffes zu zaubern, widersetzte. Finn musste Jorgan fesseln und mithelfen, den Galdmader im Stauraum unter zu bringen. Arne erklärte uns, das Ziel unserer Reise in diesem Fjord war die Ottajasko der “Windbrecher”. Es war kühl an diesem Spätsommerabend. Nebel zog auf. Wir fuhren langsam und dicht am Strand entlang, als wir ein Kinderschreien vom Strand hörten. Wir stoppten und Jandra sprang bewaffnet ins Wasser, nahe am Strand. Als die “Seetiger” stoppte, folgten wir Helden der thorwalischen Kapitänin.

Gemeinsam emtdeckten wir ein Kind. Es rief: “Sie kommen. Wesen aus dem Nebel…” Wir gelangten zu ihr und ich glaube, es war Fenja, die es beruhigte. Ein Mädchen, namens Turda Tjalfsdottir. Sie und ihr Vater Tjalf waren im nahen Wald, Holz schlagen. Da kamen schwarzpelzige Zweibeiner mit schrecklichen Waffen und griffen ihren Vater an. Der rief, Turda sollte zum Strand fliehen und er kämpfte mit den Bestien. Wir wussten, dass es sich um Orks handelte. Ich hatte einen Hass auf diese Straßenräuber. Dank eines Überfalls von ihnen, verlor ich vor ein paar Götterläufen [Jahren] meinen Mentor und Lehrmeister Jora Svenson. Wir sprachen zu dem Kind, sie sollte auf die “Seetiger”. Die würde sie sicher zur Ottaskin [(meist umfriedete) Wohnort] der Windbrecher bringen. Währenddessen wollten wir Helden nach dem Vater suchen. Jandra stimmte dem zu und gelangte mit Turda wieder auf´s Schiff. Jorgan stand plötzlich bei uns. Hatte er sich befreien können oder wurde er von den Thorwalern entfesselt? Ich sollte es vergessen, ihn danach zu fragen. Ich ließ mir noch eine Fackel geben, die allerdings nicht entzündet war. Und als die Seetiger weiter fuhr, stellten wir fest, dass niemand etwas zum entzünden der Fackel dabei hatte. Ich steckte mir das Stück Holz also sonst-wo-hin, zog mein Wurfbeil und wir suchten den Weg, fast im dunkeln, zum nahen Wald. Jorgan entzündete ein magischen FLIM FLAM. Ein kleines kaltes Licht in seiner Hand, welches uns die Gegend besser erkunden ließ. Dank unserer Kunst des Fährtensuchens, konnten wir den Spuren von Turda folgen. Nach fast einer halben Stunde kamen wir auf eine Lichtung. Umgeknickte Äste und Blutspuren zeugten von einem Kampf.

Auf der Lichtung fand ich eine typische orkische Handaxt und seinen früheren toten Besitzer, liegend in einem Gebüsch. Ich wollte den toten Ork durchsuchen, als Jorgans magisches Licht plötzlich erblasste. Da wir auf einer Anhöhe standen, war um uns kein Nebel und das Sternenlicht über uns reichte, damit wir uns orientieren konnten. Aber ich konnte im Gebüsch beim toten Ork nichts erkennen, also ertastete ich etwas seidiges in seinen Taschen. Ich wusste nicht was es war, steckte es mir trotzdem in meine Umhängetasche ein. Ansonsten fand ich nichts weiteres. Ich trat aus dem Gebüsch. Mit der Handaxt des Orks markierte ich die Stelle, indem ich die Axt in einen nahen Baum auf Kopfhöhe einschlug. Wir hörten Kampfeslärm und näherten uns durch den Wald vorsichtig, bis zu einem Hang. Von dort aus konnten wir den Strand und Fischerboote sehen. Wir sahen eine palisadenumfriedete Ottaskin und zwei größere Gruppen von Orks. Insgesamt wohl 100-150 kampfstarke Schwarzpelze, die versuchten durch beide geschlossene Eingänge des thorwalischen Dorfes der Windbrecher-Ottajasko einzudringen. Ihre eigene Otta war nicht zu sehen. Diese war wohl noch auf Sigling [Handelsfahrt]. Wir sahen, dass gerade in diesem Augenblich die “Seetiger” mit einem Strandhögg-Manöver [überraschter Schlag vom Ufer] in das Kampfgeschehen eingriff. Ich entsann mir einen Plan, wie wir Helden von der Anhöhe eingreifen konnten, um die Thorwaler zu unterstützen, ohne dabei Gefahr zu laufen, selbst in die Schusslinie zu gelangen. Ein Geröllschlag spielte dabei eine große Rolle. Doch da stürmte Jorgan schon einen Pfad hinunter zu unseren Angreifern, der Seetiger. Die anderen Vier folgten ihm rasch und mir blieb nichts anderes übrig, auch zu den Kämpfenden zu laufen. Dabei wechselte ich das Wurfbeil im Laufen gegen mein Entermesser.

Die Thorwaler der Seetiger schlugen mit ihren Waffen auf ihre Skjalde [Schilde], um auf sich aufmerksam zu machen. Und es gelang ihnen. Viele der Orks ließen von dem einen Tor ab und griffen die Thorwaler der “Seetiger”, angeführt von ihrer Hetfrau Jandra, an. Jorgan war inzwischen zur Otta gerannt und schloß sich den Thorwaler an. Jenssei und Finn erweiterten die Reihe. Fenja und Coran gingen knapp hinter ihnen und ergänzten dann die Reihe. Auch ich verlängerte als letztes die Kampflinie. Mit einem magischen IGNIFAXIUS Flammenstrahl eröffnete Jorgan den Kampf gegen die Orks. Dabei traf er den Orkschamanen. Dessen Fellkleidung brannte. Finn griff mit seinen Stoßspeer an und erzielte einen kritischen Erfolg. Der Gjaldskaper spießte seinen Gegner förmlich auf. Fenja versuchte einen Angriff mit einem Speer. Doch dieser mißlang. Ihr Gegner aber traf nicht unerheblich unsere Heilerin, mit seinem Arbach [orkischer Säbel]. Jenssei verfehlte mit seinem Speer einen Ork und wurde glücklicher Weise nicht selbst getroffen. Vor mir trat ebenfalls ein Ork mit einem Arbach. Ich verfehlte ihn und mein stinkender schwarzpelziger Gegner verfehlte auch mich. Coran hatte ich kurz aus den Augen verloren, darum sah ich nicht, wie es um ihn stand. Finn aber schlug sich inzwischen mit zwei Orks. Jinssei traf seinen Gegner wieder nicht, parierte aber dessen Schlag. Endlich konnte auch ich einen Treffer gegen meinen Gegner schlagen. Dieser wurde von weiteren unerbittlich voranrückenden Thorwalern der “Seetiger” erschlagen. Ich sah den Orkschamanen, der im Dreck versuchte, seine brennende Kleidung zu löschen. Darum wechselte ich mein Entermesser gegen mein Wurfbeil.

Kämpfende Orks. [http://www.drosi.de/charakter/orks.htm]

Jinnsei befreite sich endlich von seinem Gegner, als der Speer des Kopfgeldjägers diesen erheblich verletzte. Ich holte weit aus, zielte genau auf den Orkschamanen und warf mit aller Kraft mein Wurfbeil gegen diese Kreatur. Mein Wurfbeil traf die Kreatur und der Orkzauberer verstarb. Ich zog später im vorbeigehen, mein Wurfbeil aus dem Leib des Orkschamanen und steckte es mir an meinen Gürtel. Dann zog ich wieder mein Entermesser, um weiter zu kämpfen. Unterdessen öffnete sich das Tor der Belagerten und zehn bewaffnete und mit Skjalden gerüstete Thorwaler der Windbrecher-Ottaskin liefen aus dem Dorf, um uns beim Kampf zu unterstützen. Finn gelang eine kritische Parade, die ihm einen Vorteil während der Kampfrunde bot. Jorgan kämpfte inzwischen mit einer Orknase [Zweihandhiebwaffe] gegen die Orks. Finn hatte den Ork-Häupting als Gegner. Dieser war mit einem Gruufhai [orkischer Kriegshammer] bewaffnet. Finn kämpfe gegen ihn mit dem Schwert. Durch eine gewagte Attacke des Orkhäuptlings verlor Finn sein Schwert. Der Orkhäuptling drohte Finn zu erschlagen, doch Jorgan kam Finn mit der Orknase zur Hilfe. Fenja traf ihren Gegner mit ihrem Speer und Coran hatte sich mit seinem Kurzschwert bewaffnet. Er traf einen Ork und konnte einen Angriff erfolgreich parieren. Fenja griff an, verfehlte aber ihr Ziel. Glücklicher Weise konnte Fenja aber einen Angriff parieren. Coran gelang ein Angriff gegen einen Ork. Den Angriff von seinem Gegner konnte Coran aber parieren. Ich sah, dass Jinssei nicht ernstahft von seinem Gegner getroffen wurde. Ich schaute mich nach dem Skalden Thure um und sah, dass er bei Jandra kämpfte.

Wir konnten die Orks an dem einen Tor des Ottaskin gemeinsam schlagen, also begaben wir uns schnellstens zum zweiten Tor. Kurz zuvor hatte Fenja noch Probleme mit zwei Orks, die sich ihr entgegenstellten. Fenja versuchte den Zauber BLITZ DICH FIND, um die Orks zu blenden. Einen von ihnen gelang trotzdem ein Angriff gegen die Seidkona [Hexe]. Ich kam ihr zur Hilfe. Mit ein paar Thorwalern gelang es, ihre Orks zu besiegen. Jenssei wollte aus einer höheren Position mit seinem Kurzbogen die zweite Orkgruppe bekämpfen, so wie auch Fenja. Doch sie fanden keine günstige Möglichkeit dazu. Also schloss Jinssei sich uns wieder an, um am Nahkampf teilzunehmen. Fenja blieb ebenfalls im Nahkampf. Jorgan lag am Boden. Sein Gegner trat dem Galdmader ins Gesicht. Trotz der Demütigung gelang es Jorgan aufzustehen und weiter zu kämpfen. Coran kämpfte verbissen gegen seinen Gegner. Wir sahen, dass das zweite Tor von Orks belagert wurde, die mittels einem provisorischen Rammbock versuchten, das Tor einzuschlagen. Finn, immer noch am Boden liegend, nutzte seinen Schild, um sich hinter dem Holz vor den heftigen Angriffen seines Gegners zu schützen. Finn wurde dadurch zur Schildkröte.

Arne, der alte Steuermann der Seetiger, kam Finn zur Hilfe. Schützend stellte er sich vor dem Gjaldskaper und fing sogar einen Schlag von Fisnns Gegner ein. Arne teilte kräftig aus, doch schon stürmte ein zweiter Ork auf den Steuermann zu. Dabei musste der arme Arne kräftig einstecken. Ich war hin- und hergerissen, welchen Ork ich mir vorknöpfen könnte, als es den Orks gelang, das Tor der Ottaskin aufzubrechen. Die schwarze Horde drohte in das Dorf einzufallen. Ich geriet in leichter Panik, doch nur kurz. Denn zu unser aller Überraschung machte die wehrfähige Bevölkerung des Dorfes wütend brüllend, einen Ausfall auf die einfallenden Orks. Gemeinsam stürmten auch wir der mordenden schwarzfelligen Brut entgegen. Dann gerieten die Orks in Panik. Beinahe wehrlos ließen sich die ersten Reihen von ihnen abschlachten, während die hinteren Reihen bereits die Flucht antraten. Wer von den schwarzpelzigen Orks nicht flüchtete, wurde von der wütenden Bevölkerung, die mit allerlei Waffen und Werkzeug bewaffnet war, getötet. In diesem Augenblick des Triumphes fiel Arne und die Schlacht um die Windbrecher-Ottaskin war beendet.

Sofort lief Fenja zu Arne, um ihn mit dem HEXENSPEICHEL-Zauber zu heilen, doch vergebens. Der alte Steuermann der Seetiger starb in ihren Armen. Dann kümmerten wir uns um unsere Verletzten. Wir machten kurz mit dem Hetmann der Windbrecher-Ottajaske Bekanntschaft. Das Mädchen Turda und ihr Vater Tjalf trafen aufeinander. Ihm berichtete ich von dem erschlagenen Ork im Wald und der Markierung. Ich holte das seidenartige Stück aus meiner Tasche und stellte bei Lichtschein fest, dass es sich um einen Skalp [Haarschopf] handelte, den ich schnellstens in das nächstbeste Feuer warf. Alle verletzten Thorwaler wurden versorgt. Es gab ein gutes Essen und es wurde viel getrunken und zu unseren Erstaunen wurde nicht viel Aufhebens um die Orkbarbaren gemacht. Oder das Motiv, warum sie die Ottaskin angegriffen hatten. Und das noch so weit, von ihrem Binnenland entfernt, an der Küste. Von der Mannschaft der Seetiger war nur Arne gefallen. Ihm zu Ehren wurde ein Floß, für seine Bestattung auf See, gebaut. Wir ruhten nicht lange und der Auffenthalt kam mir sehr kurz vor.

Am Morgen darauf war das Schlachtfeld von den erschlagenen Orks befreit. Arne wurde auf das Floß getragen und das Floß war mit einem langen Seil am Heck der Seetiger befestigt. Auf dem Holz lag eine Menge Reisig, in das der tote Steuermann gebettet wurde. Jandra legte jeweils eine Goldmünze auf Arnes Augen. Die Thorwaler der Seetiger und der Windbrecher-Ottajaske geben jeder dem Toten auf seinem Floß eine Grabbeigabe mit. Entweder in Form von essbaren, wie einen Laib Käse, Schinken oder einen Krug voll Met. Kostbarkeiten aller Art und seine Orknase oder schlicht Münzen. Jeder von uns spendete ebenfalls etwas. Ich spendete Arne für seinen Weg zu Swafnir´s Hallen, vier Goldmünzen. Wir segelten mit der “Seetiger” den Fjord hinaus in Richtung Meer. Das Floß mit Arne´s Leichnam hatten wir im Schlepp. Jandra hielt eine Rede für den toten Steuermann und jeder von uns war auch gehalten, ein paar passende Worte zu sagen. Dabei hörte ich zum ersten Mal seinen vollständigen Namen: Arne Raskarson. Auch einige von uns Helden sprachen ein paar Worte über Arne. Fast jeder von uns hielt eine kurze Anekdote. Finn hielt sogar eine große Rede. Nur Jorgan war schweigsam. Es war eine ergreifende Zeremonie. Schließlich erreichten wir die Mündung des Fjords und fuhren auf die See hinaus. Als wir das Land weit hinter uns gelassen hatten, warf Jandra eine brennende Fackel auf das Floß. Der Reisig entzündete sich rasch und Arnes Leichnam war vom Feuer umgeben. Jemand schnitt das Seil los und ein neuer Steuermann (oder Frau) schlug direkt einen neuen Kurs, direkt nach Norden, ein. Schon bald sahen wir nur noch die Rauchfahne von Arnes brennenden Floß, dann verschwand auch diese. Swafnir [Gotte aller Thorwaler] hatte Arne Raskarson zu sich geholt.

Einige von uns waren vom Ruderdienst, aufgrund ihrer schweren Verletzungen, befreit. Alle anderen waren aufgefordert, ihren Dienst auf der Seetiger zu tun. Auch ich. Fenja musste bei jedem von uns Hand anlegen, Verbände zu erneuern oder Heilzauberei anzuwenden. Zum Ende des Tages ruderten wir auf eine Insel, vor der Küste, zu. Die Insel war nicht sehr groß und hatte keinen einzigen Baum. Am Strand der Insel wurde wieder ein Ottashjolm [Nachtlager einer Otta] eingerichtet. Wir erfuhren, dass die Felseninsel “Laskar” hieß. Das notwendige Brennholz hatten die Thorwaler, in weiser Vorraussicht, aus der Windrufer-Ottajaske mit genommen. Das Essen wurde bereitet. Ich sprach die junge Baerwala an, deren Oberarme übesäht war, mit swafnirgefälligen Tätowierungen. Ich erinnerte mich daran, dass sie selber auch Hautzeichnungen bei anderen anfertigte. Ich bat sie höflich darum, mir auf meinen Oberarm, die Rune der Sturmvögel-Ottajaske zu tätowieren. Sie war damit einverstanden und tat ihr handwerkliches Bestes. Auch alle anderen Helden, bis auf Jorgan, ließen sich an diesem Abend, die Rune stechen. Dann gab es etwas zu essen. Währenddessen kam Jandra auf Jinssei und mich zu. Bei ihr waren zwei von ihr ausgesuchte Thorwaler. Wir vier sollten zwei bestimmte Truhen aus dem Laderaum holen und an Deck bringen. Jinssei und ich holten die schwere Truhe vom gekaperten Walfänger an Deck. Die anderen beiden Thorwaler eine andere Truhe, die mir nicht bekannt vorkam. Dann befahl sie uns vier, ihr zu folgen.

Jandra war die einzige von uns, die eine brennende Fackel trug und ging einen steinigen Weg voran. Der Weg schien mir länger vor zu kommen, als die Insel groß war und so führte Jandra uns zu eine Art Höhle. Mehr ein großes unmarkiertes Loch, in dem man leicht geduckt hinein gehen konnte. Jandra befahl uns, unsere Truhen auf die weiteren Truhen und Kisten am Ende der Höhle zu stellen, was wir dann auch taten. Im Dunkeln konnte ich erkennen, dass dort bestimmt schon ein gutes Dutzend Truhen und Kisten standen. Wir kamen wieder heraus und ich fragte Jandra nach den Kisten. Sie erklärte uns, das seien die Schätze aus ihren vorherigen Siglingen. Sie würden auf “Laskar” sicher sein. Sicher, vor wem? Fragte ich mich. Ich wollte nicht zu neugierig oder respektlos erscheinen. Darum hielt ich mich verbal lieber zurück. Wir gingen wieder zum Ottashjolm zurück. Wir verbrachten dort eine ruhige Nacht. Am Morgen darauf frühstückten wir rasch. Wir stachen mit der Otta wieder in See und erreichten noch am gleichen Tag einen schalen Fjord, den wir durchfuhren. Auch hier gab es, wie bei der Windbrecher-Ottajaske, einen Strand mit Fischerbooten und eine Ottaskin. Wir hatten die Sturmvögel-Ottaskin erreicht. Hier im “Thurgnarsfjords” musste sich auch die Stadt Auriler befinden. Ich schrieb freudig das heutige Datum in mein erstes Tagebuch:

25. Tag des Kornmonds, 2648 JL

Vermutete Reise der Sturmvögel-Otta “Seetiger”, gemäß den Aufzeichnungen von
Tjure Fenrirson.

(An dieser Stelle beendeten wir den Spielabend)

Danke an Rike (Fenja), Stefan (Coran), Henning (Jorgan), Claas (Finn), Christian (Jinssei) und unseren Spielleiter Frerk.

Dirk Otto (Tjure) für Ludo Liubice

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