Das Schwarze Auge (DSA 5) Spielabend vom 04.02.2020 “Begleitschutz, 3.Akt: Die Befreiungsaktion.“

Das Schwarze Auge (DSA 5) Spielabend vom 04.02.2020 “Begleitschutz, 3.Akt: Die Befreiungsaktion.“

Auf sie, mit Gebrüll!“ aus Wickie und die starken Männer. (D, J, 1972-1974)

Bild: Paradiesvogelfest.de

In der Kutsche des entführten Amando Stoerrebrandt vollzog die Avesgeweihte Zoey von Aurelia die Verwandlung in einen zwei Spann großen bunten Paradiesvogel. Dann flog sie als Vogel aus der Kutsche und offenbarte sich ihren Kameraden, dem Händler Darian Diegler und dem Gardisten Rassjeff Gruberow. Die beiden Männer suchten nach Spuren der Reiter, die ihren Schützling Amando Stoerrebrandt entführt hatten. „Ein Aveswunder!“ erwähnte Rassjeff, dem Paradiesvogel bewundernd nachschauend. Zoey flog über die Baumwipfel und sah hinter dem Wald eine Holzbrücke, die über einen Bach verlief. Direkt hinter der Holzbrücke zweigte der Weg ab. Ein Weg führte zu einer Art Zollstation. Doch sah sie auch ein gesatteltes Pferd, welches an der Brücke angebunden war. Der Reiter war eine Frau, die dort offenbar eine Pause machte. Zoey flog weiter, einem Grünstreifen entlang und suchte weiter nach Spuren. Die verwandelte Avesgeweihte fand extrem gut versteckte Spuren zwischen dem Gestrüpp und dem Grünstreifen. Offenbar wollten die Entführer ihre Spuren gut verwischen. Zoey landete und fand ältere Spuren. Dann hörte sie das kreischen eines Raubvogels. Ein Habicht hatte sie entdeckt.

Darian lenkte die Kutsche, während Rassjeff vor der Kutsche herlaufend nach den Spuren der berittenen Entführer suchte. So kamen die beiden nur langsam voran. Gelegentlich stieg Rassjeff wieder auf den Kutschbock. Dann kamen sie an den Bach. Die Entführer hatten den Bach an dieser Stelle im Wald wohl überquert. Mit der Kutsche kamen die beiden an dieser Stelle nicht über den Bach. Ausserdem wurde der Wald auf der anderen Seite dichter. Sie entschieden sich, die beiden Zugpferde auszuspannen und die Kutsche im Gehölz zusätzlich zu tarnen. Mit den beiden Zugpferden Alina und Schecke wollten sie unbesattelt aber mit Zügeln ausgestattet, über den Bach reiten. Ihre Waffen und Teile ihrer Ausrüstung, sowie Zoeys Kleidung nahmen sie mit.

Zoey, immer noch als Paradiesvogel verwandelt, versteckte sich im hohen Gras vor dem Habicht. Offenbar hatte der Raubvogel Zoey tatsächlich aus den Augen verloren, so flog er davon. Zoey beschloss, zu ihren Kameraden zu fliegen und kam an der Stelle an, wo Darian und Rassjeff mit den Pferden über den Bach stiegen. Da Zoey in ihrer Tiergestalt auch reden konnte, berichtete sie von den Spuren und der Reiterin an der Holzbrücke. Dann folgten Darian und Rassjeff dem Paradiesvogel, der voraus flog. Sie waren eine Stunde im Waldrand unterwegs. Links von ihnen befand sich ein Grünstreifen und daneben der Sandweg. Auf diesem Sandweg ritt nun die Reiterin auf ihren Rappen in dieselbe Richtung, in der auch die drei Gefährten unterwegs waren, in Richtung Plötzingen. Die Reiterin war Ende 30 oder Anfang 40 Götterläufe alt. Sie machten auf sich aufmerksam, stellten sich vor und befragten die Reiterin, die ihnen, wie eine Jägerin vorkam, denn sie trug einen Langbogen bei sich und war, ähnlich wie ein Jäger, gekleidet. Sie hieß Tinka Notjes. Als die beiden Abenteurer von Amandos Entführung berichteten, musste Tinka laut lachen: „Ihr habt einen Stoerrebrandt verloren?“

Tinkas herzlich lautes Lachen verstummte abrupt, als sie Zoey in der Gestalt des Paradiesvogels sprechen hörte. Sie traute ihren Augen und Ohren nicht. Darian und Rassjew bemühten sich, Tinka zu erklären, dass Zoey sich nur in die Tiergestalt ihres Gottes Aves verwandelt hatte. So etwas hatte Tinka noch nie gesehen oder von diesem Aveswunder gehört. Doch nach langen hin und her, glaubte Tinka ihnen. Dabei muss der Reiterin bewusst gewesen sein, dass Zoey in dieser Gestalt, eine Menge Geld wert gewesen wäre. Bemeinsam ritten sie nun durch den Wald, während Zoey voran flog. Sie entdeckten ein Taschentuch mit den eingestickten Initialen „A.S.“ an einer Brombeerhecke hängend. Das musste Amandos Taschentuch sein. Hatte Amando dieses Taschentuch „absichtlich“ verloren? Als Zeichen? Die einstige Idee von der fingierten Entführung löste sich für die drei Helden langsam in Luft auf. Tinka beschloss, den drei Helden zu helfen.

Sie schritten durch den dichten Wald, eine ganze Weile. Dann erkannten sie, dass ganz in der Nähe ein Feuer brannte. Hinter einem Gebüsch verwandelte sich Zoey zurück, in ihre menschliche Gestalt. Zuvor hatte Darian ihre Kleidung hinter diesem Gebüsch gelegt. Danach zog sich die junge Avesgeweihte ihre Kleidung an. Gemeinsam, mit Tinka, folgten die drei Abenteurer den Spuren der Entführer zu einem Hügel. Die Vier banden ihre Pferde an Bäumen im Wald und nahmen nur ihre Waffen mit. An der höchsten Stelle des Hügels sahen sie ein Gehöft in einer Senke. Der Hof bestand aus einer Scheune und einem Wohnhaus, ein riesiger Ahornbaum und einem steinernden Brunnen. Umgeben war der Hof von einer anderthalb Schritt hohen Mauer aus lockeren Steinen. Ausserhalb des Hofes konnte man eine Wiese und ein Getreidefeld erkennen. Aus dem Schornstein des Wohnhauses stieg Rauch auf.

Die Vier beobachteten den Hof lange und sahen zum Abend hin, dass zwei Pferde in der Nähe des Brunnens standen. Eines der Pferde gehörte Amando. Ein Mann mit Überwurf, Weste und Hut stand vor der Tür des Wohnhauses. Er zündete sich eine Pfeiffe an. Eine Frau im grauen Kleid trat heraus und ging zur Scheune. Dort holte die Frau zwei kleine Kinder heraus. Der Junge war etwa 10 Götterläufe alt, das Mädchen deutlich jünger. Gemeinsam gingen die Drei zum Wohnhaus. Der Mann schimpfte kurz mit dem Jungen. Worüber, konnten die Helden auf den Hügel nicht verstehen. Dann schlug der Mann den Jungen ins Gesicht. Die Frau und die Kinder verschwanden im Haus. Rassjew spannte seine Armbrust und legte einen Bolzen ein. Dann machten die Helden Pläne.

Gemeinsam schlichen sie an das Südende des Hofes, bei der Scheune, Brunnen und den Pferden. Alle vier versteckten sich hinter der Steinmauer. Von dort aus sah Darion, dass jedes der beiden Pferde an den Vorderbeinen mit Seilen zusammen gebunden waren. Er kletterte mit Zoey über die Steinmauer. Die Avesgeweihte wollte sich hinter dem Wohnhaus begeben. Darion wollte die Seilfesseln lösen. Beides gelang ihnen. Dann traten weitere Leute aus dem Wohnhaus. Die Helden erkannten den verletzten Anführer der Entführer und einen Entführer mit Kurzbogen. Von der Rückseite des Hauses wollte Zoey durch ein Fenster blicken und dort einsteigen, doch es gelang ihr nicht. Dann versuchte sie es bei einem weiteren Fenster. Darian wollte als Ablenkungsmanöver die Pferde benutzen, doch das gelang ihm nicht ganz. Eine Wache sah, dass die Seilfesseln der Pferde lose waren und korrigierte den Umstand. Darian schlich um die Hinterseite des Hauses in Richtung Tür. Zoey schlich Darian hinterher und nahm sich einen Knüppel, der an der Wand lehnte.

Rassjeff sagte zu Tinka, sie sollte auf der Südseite des Hofes, hinter der Steinmauer, bleiben und auf die Wachen schießen, wenn er das Zeichen dafür gab. Sie würde erkennen, wenn es soweit war. Dann schlich Rassjeff mit gespannter Armbrrust hinter der Steinmauer auf die Ostseite des Hofes, gegenüber der Tür zum Wohnhaus. Dort standen ein Mann mit einer Armbrust und ein Mann mit einer Axt. Rassjeff fand, dass die Gelegenheit günstig war, zielte mit seiner Armbrust über die Mauer in Richtung Tür und rief aus Leibeskräften: “Im Namen der Adelsmarschallin und der Gräfin von Firunen! Ihr seid umzingelt und alle verhaftet!“ Doch die Verbrecher dachten nicht daran, einfach aufzugeben. Schließlich kamen gerade zwei zusätzliche gemeine und bewaffnete Gestalten des Weges auf dem Hof zu.

Die Schlacht um den Hof: Rassjeff (Banane) im Osten, Tinka (Erdbeere) im Süden, Darian (Limette) an der Tür, Zoey (Zitrone) hinter dem Haus im Westen.

Während es Zoey gelang, eine Schweineblase an einem Fenster zu öffnen und über eine alte Frau in das Haus stieg, die in einem Bett lag, tobte draussen der Kampf. Rassjeff und Tinka beschossen die Verbrecher von zwei Seiten. Trotzdem gelang es dem Anführer und einen weiteren Verbrecher, an die Mauer bei Rassjeff heranzustürmen. Darian bekämpfte zwei Gegner an der Tür und stürzte bei einem Patzer und wehrte sich verbissen gegen zwei Gegner. Schließlich kam Zoey Darian noch zur Hilfe, als sie von Innen an die Tür schlich. Der Axtkämpfer bekam einen Schuss in den Rücken von Tinka und Rassjew musste in den Nahkampf wechseln, als es einem der Unterkämpfer gelang, sich über die Steinmauer zu schwingen. Dieser war zu verletzt, um weiter zu kämpfen und wollte die Flucht antreten, doch Rassjeff gelang mit einem Schwerthieb, dem Flüchtenden, den Kopf abzutrennen. Darian konnte, dank Zoey, aus seiner misslichen Lage befreit werden, doch die Avesgeweihte bekam leider einen Bolzen von einer Armbrust ab. Tinka ging mit einem Dolch in den Nahkampf über. Dem Armbrustschützen blieb nichts anderes übrig, sich zu ergeben. Der Anführer wollte flüchten, wurde aber [Der Autor weiss heute nicht mehr zu berichten, von wem] daran gehindert. Wer von den Entführern nicht getötet war, wurde von Rassjeff, der inzwischen sein Schwert schulterte, ordnungsgemäß verhaftet. In dem Wohnhaus fanden Zoey und Darian unter einer Luke den entführten Armando, die Frau des Hofes und ihre beiden Kinder vor. Offenbar hatte der Bauer mit den Entführern, ohne ihr Wissen, zusammen gearbeitet.

Epilog: Die Entführer hatten in Plötzingen erfahren, dass der junge Amando Stoerrebrandt, nur mit einem Fuhrwerker und von ein paar Abenteurern begleitet, nach Festum reisen wollte. Für sie bot es sich an, den jungen Amando zu entführen und Lösegeld für den „Goldjungen“ zu verlangen. Der Bauer, dessen Hof sie als Unterschlupf benutzen wollten, war wohl in ihr Vorhaben eingeweiht und würde entsprechend beteiligt werden. So die Erkenntnis, die die Helden nach dem Gemetzel von den Überlebenden erfuhren. Die nahe Zollstation wurde benachrichtigt und Gardisten machten die Gefangenen dingfest. Der Frau des Hofes, ihrer Kinder und ihrer kranken Mutter geschah nichts. Nachdem die Sache geklärt war, ritten die drei Helden mit Tinka und Armando zur getarnten unversehrten Kutsche und spannten dort die Pferde ein. Dann fuhren alle in den nächsten Ort, wo sie gemeinsam den verletzten Pedder und die Ladung abholten. Nach ein paar Tagen Genesung ging die Reise dann nach Festum weiter. Tinka bekam in der Hauptstadt des Bornlands eine sehr angemessene Belohnung. Amando Stoerrebrand reiste später weiter nach Uhdenberg, wo seine „Verlobte“ auf ihn wartete. Und auch die drei Helden Zoey, Darian und Rassjew wurden monetär sehr gut belohnt. Ausserdem wurde allen dreien eine noch größere Belohnung in Aussicht gestellt. Denn nach Albrecht von Zollhaus, dem Leiter des Stoerrebrandt-Kontors, hatten sich die drei Helden „wacker geschlagen“, wie er sagte. Er versprach allen dreien, sie fest anzustellen und damit ein festes regelmäßiges Gehalt, wenn sie zustimmten. Sie würden fortan für das Stoerrebrandt-Kontor arbeiten; was ihnen viele Reisen, gute Bezahlung und Anerkennung einbringen würde. Die Avesgeweihte Zoey fand die Reisen als Ansporn, dem zuzustimmen. Der Händler Darian sah die Bezahlung als Grund, den Handel einzugehen und dem Gardisten Rassjeff war natürlich die Anerkennung wichtig. …Und das Geld. Vorrausgesetzt, seine Gräfin in Firunen würde ihn freistellen.

(An dieser Stelle beendeten wir den Spielabend)

[Wir bekamen für das Abenteuer soviel Erfahrungspunkte, dass jeder Char die Fertigkeit „Fährtensuchen“ +1 steigern konnte und ausserdem 16 Erfahrungspunkte zur freien Verfügung]

Danke an Claas (Darian), Christian (Zoey), und unseren Spielleiter Henning.

Dirk Otto (Rassjew) für Ludo Liubice EV

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