Online-Spielabend vom 11.09.2020 “Das Ende der Columbia”

Online-Spielabend vom 11.09.2020 “Das Ende der Columbia”

Columbia

Vier Spieler*in und ein Spielleiter trafen sich am Freitagabend im öffentlichen Discord-Server von “Ludo Liubice EV” um ein Abenteuer im viktorianischen Hamburg, im Jahr 1900, zu spielen. Es wurde mit den Regeln von Turbo Fate (Fate Accelerated) gespielt. Zuerst wurden die Charaktere nach den Wünschen der Spieler kreiert und gestaltet.

Ralf Thomas Frank, Naiver Hafenpolizistanwärter mit der Schwäche: Zu Gutgläubig. Sein Lebensziel: Die Welt verbessern. Verbindung: Hat heimlichen Schwarm für Henriette Schlick

Henriette Schlick, eine Ehrgeizige Schiffsbauingenieurin mit der Schwäche: Feministin “Frauenrechte für alle”. Ihr Lebensziel: Irgendwann in die Tropen mit dem Schiff reisen und die seltene Blume Angustivolia erforschen und mit nach HH bringen. Ihre Verbindung: Der Hafenpolizist Hans ist ein alter Freund der Familie und kennt mich seit ich ein kl. Mädchen bin. Nenne ihn Onkel. Ihr Aspekt: Trägt gerne schöne Kleider und es ziert eine kleine Rubinbrosche (Erbstück der Mama). Stets immer eine Tasche mit allen Utensilien und einen Sonnenschirm

Hans Moser, ein Neugieriger pensionierter Hafenpolizist mit der Schwäche: Muß seine Nase überall reinstecken. Seine Motivation: Ich will nicht alleine sterben. Verbindung: Jungen Dankwart aus brenzligen Situationen im Hafengelände gerettet.

Dankwart Schlesinger, ein junger übermütiger Bankierssohn (Horst Schlesinger). Seine Schwäche: Geltungssüchtig und Geldgierig und körperlich schwach. Sein Ziel: Scheissreich werden und mit 30 in den Ruhestand gehen. Verbindung: Habe Ausbilder bestochen, damit Spielplatzfreund Ralf Thomas Frank auf die Polizeiakademie kommt. Aspekt: Opas goldene Taschenuhr

Die Vorgeschichte: Die vier Charaktere sind allesamt Angestellte in Hans Moser´s Privatdetektei in Hamburg. Am Vorabend gegen 19:00 Uhr, sank im Hamburger Hafen die “Columbia” (Stapellauf: 1867). Das Vorzeigeschiff der HAPAG, die die “Hamburg-Amerika-Linie” befährt. Hans Detektei wird vom Generaldirektor der HAPAG, Albert Balin, ausserhalb der polizeilichen Ermittlungen angeworben, um herauszufinden, wie die Columbia im Hafen versenkt wurde und von wem.

Das Abenteuer: Die vier Ermittler*in besprachen alles Notwendige (auch das monetäre Tageshonorar) in Balins Büro. Dieser beschuldigte seinen Konkurrenten, die “Norddeutsche Lloyd”. Der Sekretär von Balin, Josef Wilhelms übergab den Ermittler*in zwei Beweisstücke. Ein Zigarrenkästchen, dessen Inhalt, ein dreieckiges verbranntes Notizbuch enthielt. Und ein Wachspapiertuch, dass um ein Metallstück mit Drähten gewickelt war.

Henriette als Ingeneurin, fand heraus, dass es sich um einen Schalter einer elektrischen Anlage handelte, der für den einmaligen Gebrauch konstruiert war. Ausserdem gab es noch eine Führung im HAPAG-Gebäude und die Begutachtung zweier hochwertiger Holzmodelle der “Columbia” und ihr Schwesterschiff “Viktoria-Augustina” (Stapellauf: 1869) in einem Schaukasten.

Die originale “Viktoria-Augustina” hielt sich z.Zt. in New York auf. Die Modelle wurden von Hans besonders in Augenschein genommen. Die Ermittler*in vermuteten tatsächlich den Anschlag entweder vom Konkurrenten oder gar ein Versicherungsbetrug, denn das Schiff sollte (nach 30 Jahren) gewartet und generalüberholt werden. Das verbrannte Notizbuch sollte restauriert und der Inhalt entziffert werden.

Dafür suchte man das “Archäologisches Museum Hamburg” auf, dessen Fachbereich “Ägypten” und Restauration von Pergamenten von “Minna Krüger” geleitet wurde. Diese engangierte Frau wollte sich auch gleich an die Arbeit machen und versprach den Ermittler*in erste Ergebnisse in den nächsten drei Monaten. Dankwart sagte: “Sie haben 8 Stunden.”

Dann ging es an den Hafen. Der Kai mit dem untergegangenen Schiff der “Columbia” wurde begutachtet. Die anwesenden Polizisten und der Kapitän der “Columbia”, Piet Heintje, befragt. Ihm fiel tatsächlich auf, dass am Vorabend, kurz vor der Explosion am Heck, sich ein Paar rumtrieb. Ein Mann und eine Frau. Der legeren Kleidung nach, womöglich Briten. In einer nahen Hafenkneipe fertigte Henriette und Hans mit dem Kapitän Phantomzeichnungen der beiden Verdächtigen an.

Inzwischen sahen sich Ralf und Dankwart am gegenüberliegenden Kai um. Sie untersuchten die Stelle, wo man das verbrannte Notizbuch gefunden hatte. Unweit davon befand sich eine Leiter, die ins Wasser führte. Gegenüber lag das Wrack, wo nur noch der Bug und ein Teil eines Schornsteines herausragte. Dann wurden die beiden von drei muskolösen Hafenarbeiter angesprochen.

Ralf zeigte ihnen seine Polizeimarke und schon wurden die drei Arbeiter sehr freundlich. Sie führten die beiden Ermittler durch die schmalen Gassen. Ralf folgte ihnen sehr naiv und zutraulich, wie er war. Dankwart schnappte sich ein Holzstück, um sich notfalls zu erwehren, falls sie angegriffen würden. Die drei führten die Ermittler in eine Holzbaracke mit dem Schriftzug: “Raufereiverein”.

Drinnen erzählten die drei Arbeiter gutmütig, dass kurz vor dem WUMMS zwei Leute aus dem Wasser kletterten und in den Gassen der Schuppen und Häuser verschwanden. Die beiden Ermittler wollten genau wissen, wohin die beiden Leute aus dem Wasser verschwanden. So führten die Arbeiter die beiden Ermittler in eine weitere Gasse, nahe des Hafenbeckens. Dankwart entsorgte das Holzstück.

Dann entdeckten sie in dieser Gasse einen am Boden liegenden menschlichen Körper.Es war eine Frau. Erste Untersuchungen ergaben, dass die Frau womöglich nicht mehr lebte. So lief Dankwart zum Kai mit den Polizisten, sie sollten rasch Sanitäter zur Fundstelle der Frau holen. In der Hafenkneipe informierte Dankwart auch Henriette und Hans, die mit der Phantomzeichnung fertig waren.

Allesamt fanden sie sich dann bei der Frau ein, die tatsächlich tot war. Ihr Körper war vollständig nass, sie roch nach Seewasser und hatte wohl einen heftigen Schlag auf ihren Hinterkopf bekommen. Eine Durchsuchung ergab, dass sie ein ähnliches dreieckiges Notizbuch bei sich hatte, wie das verbrannte. Es enthielt geheime Schriftzeichen. Die Frau war eindeutig Britin und sie sah der Phantomzeichnung von Hans sehr ähnlich. Außerdem fanden die Ermittler*in in ihrer Hand eine Reversnadel mit dem Aufdruck: HAPAG. Die Initialen “J.W.” waren eingraviert.

Die Ermittler waren sich nun sicher, dass dieser Fall ein Versicherungsbetrug war, denn die Intialen wiesen auf den Sekretär, Josef Wilhelms hin.Bis dahin hatten die Ermittler*in herausgefunden, dass offensichtlich eine Seemine ein Loch von aussen das Heck mit dem Maschinenraum der “Columbia” gesprengt hatte. Das Metallteil mit dem Kabel, also der Schalter, war wohl eine Art Fernauslöser.

Die Ermittler*in wollten den zweiten Briten finden, so durchstöberten sie ein Tageshotel und fragten die Beitzerin nach dem Briten. Doch die Besitzerin konnte die Ermittler nicht weiter helfen.

So begaben sich die Vier zum Museum. Die Ergebnisse im Museum verglichen Sie mit dem gefundenen Notizbuch. Die Schriftzeichen waren identisch, konnten aber (noch) nicht übersetzt werden. Der Hinweis, es könnte übersetzt etwas auf englisch heissen, half auch nicht viel weiter.

So begaben sich die Ermittler*in zurück zum HAPAG-Gebäude und fragten nach dem Schiffslogbuch und den Funklogbuch. Sie erfuhren, dass die Columbia bei der “Lloyd Versicherungen” versichert war. Die Ermittler*in konfrontierten dann den Sekretär Josef Wilhelms mit den gefundenen Indizien.

[Leider hatte die Spielgruppe nicht mehr viel Zeit, so fasste der Spielleiter den Rest des Abenteuers zusammen]

Tatsächlich war der Sekretär in den Fall involviert. Er hatte ausländische Attentäter (die Briten) gegen Honorar beauftragt, die Columbia, dessen sehr teure Wartung bevorstand, zu versenken, um an eine sehr hohe Versicherungssumme zu kommen, damit ein Neubau stattfinden konnte.

Die Attentäter wollte Josef nach ihrer Tat beseitigen. Bei der Frau hatte es geklappt, der Mann war ihm entkommen. Die Ermittler*in gaben ihren Fall zu Protokoll und die gefundenen Beweise bei der “Lloyd Versicherungen” ab, die auch den Rest des fälligen Honorar´s von Hans Detektei zahlte.

Besonders für Ralf war der erfolgreiche Abschluss dieses Falls von bedeutenden Wert. Er hatte die Welt wieder ein kleines Stück besser gemacht.

(An dieser Stelle beendeten wir den Spielabend)

Vielen Dank an den Spielleiter Florian für dieses Abenteuer.

Danke auch an Christina (Henriette), Christian (Ralf Thomas) und Rune B. (Hans), die die Welt mit ihren Aktionen und Annekdoten so lebendig gemacht haben.

Dirk Otto (Dankwart) für Ludo Liubice EV

[Dirk Otto: “Meine Texte” (Verlinkungen) …werden ständig aktualisiert. https://www.facebook.com/notes/dirk-otto/dirk-otto-l%C3%BCbeck-meine-texte-verlinkungen-werden-st%C3%A4ndig-aktualisiert/2352626408168319/]

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