Die verlorenen Ruinen von Arnak – Review von Jan-Nils

Die verlorenen Ruinen von Arnak – Review von Jan-Nils

So beschreibt der Verlag das Spiel Die verlorenen Ruinen von Arnak:

„Auf einer fernen Insel in den unbekannten Weiten des Ozeans haben Entdecker Spuren einer längst vergangenen Zivilisation gefunden. Konkurrierende Forscher sind jetzt mit der Erkundung der Insel beauftragt worden: Wagt ihr euch in die Tiefen des Dschungels, findet uralte Artefakte und stellt euch den furchterregenden Wächtern der Ruinen! Bei Die verlorenen Ruinen von Arnak führt ihr als Spieler eure Expeditionstruppe gegeneinander auf eine neu entdeckte Insel. In einer einzigartigen Kombination aus Deckbau, Workerplacement und Ressourcenverwaltung versucht nun jede Expedition, die Geheimnisse der verlorenen Insel zum eigen Vorteil als erstes aufzudecken und zu nutzen.“

Bei der Arbeiterplatzierung stehen uns von Anfang an maximal 2 Arbeiter, sogenannte Archäologen, zur Verfügung. Zu Beginn stehen uns für diese Arbeiter nur fünf Basiscamps mit Aktionen zur Verfügung. Durch Entdeckungen auf dem Spielplan werden weitere und verbesserte Arbeiteraktionen freigeschaltet. Jedoch wird jeder entdeckte Ort zunächst von einem Wächter heimgesucht. Diesen gilt es im besten Fall noch in derselben Spielrunde zu vertreiben, da man ansonsten bei der Rücknahme des eigenen Archäologen eine der ungeliebten Furchtkarten erhält, welche am Ende des Spieles Minussiegpunkte einbringt.

Wir starten das Spiel mit einem Standarddeck von 6 Karten und jede Spielrunde mit einer Starthand von 5 Karten. Alle verfügbaren Handkarten können während des Spiels genutzt werden um entweder die individuelle Aktion der Karte auszuführen oder um einen der eigenen beiden Arbeiter zu platzieren. Zusätzlich bringen alle Karten am Ende positive oder negative Siegpunkte ein.

Die Kartendecks bleiben während der 5 Runden einer Partie recht klein und jede neue Karte will mit Bedacht gewählt sein. Es stehen zwei Kartenarten zum „Kauf“ zur Verfügung. Zu Beginn sind dies überwiegend Gegenstandskarten, welche uns nützliche Vorteile für die Entdeckungsreisen generieren können. Diese Karten werden beim Kauf unter das Deck gelegt und stehen somit meistens erst in der nächsten Runde zur Verfügung. Später im Spiel stehen uns vermehrt Artefaktkarten zur Verfügung. Diese Symbolisieren wertvolle Schätze die während der Expeditionen gefunden werden. Diese Effekte werden sofort abgehandelt und die Karte landet auf dem eigenen Ablagestapel. Am Rundenende wird sie zusammen mit den restlichen abgelegten Karten gemischt und unter den eigenen Nachziehstapel gelegt.

Neben der Möglichkeit einen neuen Ort zu entdecken oder dem Kartenkauf steht noch eine sogenannte Forschungsleiste zur Verfügung. Auf dieser können wir mit zwei weiteren Holzplättchen, genau gesagt mit einer Lupe und einem Notizbuch, im Tausch gegen Ressourcen stufenweise aufsteigen. Wessen Lupe als erstes die oberste Reihe der Forschungsleiste erreicht hat, hat er den Verschollenen Tempel entdeckt und erhält die meisten Forschungssiegpunkte! Das Notizbuch darf auf der Forschungsleiste niemals höher gezogen werden als die Lupe. Einfache Eselsbrücke hierbei: Man muss erst etwas erforschen, bevor man sich Notizen dazu machen kann!

Nach mehreren Partien kann ich sagen das Die verlorenen Ruinen von Arnak ein rundum gelungenes Spiel ist. Ich liebe Workerplacement, ich liebe Deckbuilding, ich mag Ressourcen-Management. Das alles in einem stimmigen Thema. Es macht einfach wirklich Spaß und ist nicht zu komplex, bietet aber trotzdem enorme Spieltiefe. Die 5 Spielrunden fühlen sich fast zu kurz an. Die angegebenen Spielzeit ist realistisch.  

Mein einziger Kritikpunkt an diesem tollen Kennerspiel: Ich kann nicht verstehen wie man bei einem Spiel in dieser Preisklasse einen Teil der Ressourcenmarker (Steintafeln, Pfeilspitzen und Juwelen) aus hochwertigem Plastik – aber Gold sowie Kompasse als Papptoken dazulegen kann…

Kurzüberblick:

Thematik: Ihr führt eure Expeditionstruppe gegeneinander auf eine neu entdeckte Insel.

Mechaniken: Deckbau, Workerplacement und Ressourcen-Management

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieleranzahl: 1-4 Spieler

Spieldauer: 90-120 Minuten

Autoren: Michaela “Mín” Štachová und Michal “Elwen” Štach

Verlag: Czech Games Edition

Vertrieb: Heidelbär Games

UVP: 59,95€

Jan-Nils, 28 Jahre jung, leitender kaufmännischer Angestellter

Vater eines 10 jährigen spielebegeisterten Sohns

Aktiv im Hobby ca. 1-2 Jahren, aber am Spielen seit Kindheitstagen

Aktuell Favoriten: Aeons End, Eclipse 2nd Dawn, CloudAge

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