Franzis Drake Brettspiel Rezension von Ralf Baade

Franzis Drake Brettspiel Rezension von Ralf Baade

Franzis Drake führt einen in die Zeit des namensgebenden englischen Freibeuters und Weltumseglers aus dem frühen 17. Jahrhundert. Ohne Plündern, erobern und versenken kommt man in diesem Spiel nicht voran, zumindest nicht, wenn man Bester werden will.

FD ist ein Brettspiel mit Zufälligkeitskomponenten aber kaum reines Glück. Um dieses Spiel zu gewinnen, muss man Siegpunkte sammeln, welche bis auf eine Ausnahme am Spielfeldrand auf saldiert werden.

Diese Siegpunkte erhält man in insgesamt 3 Reisen (Runden) durch bereits o.g. Taten oder auch friedlichen Handel. Damit diese Handlungen vorgenommen werden können, muss man sich entsprechend vorbereiten.

Jede Reise besteht aus 2 voneinander getrennten Phasen:

  1. Vorbereitungsphase
    Bei einem Rundgang im Heimathafen, muss ich mich mit allem eindecken, was ich in der Reisephase benötige, also Proviant, Kanonen, Mannschaft. Aber auch zusätzliche Informationen, ein größeres Schiff, ein zusätzlicher Zug können einem einen wichtigen Vorteil verschaffen.Diesen Rundgang machen alle Spiele abwechselnd, wobei die Reihenfolge durch das vorherige Spiel bestimmt wird, nur beim Start wird ausgelost. Die Güter sind knapp, und so versuchen sich alle Spieler bereits hier die dicksten Brocken vor der Nase wegzuschnappen.Aber aufgepasst, wer zu zuerst am Kai bei seinem Schiff ist, der startet zuerst.
  2. Reisephase
    1. Zielfestlegung
      Je nach meinem Erfolg in der Vorbereitungsphase legen jetzt alle Spieler ihre Reiseziele sichtbar fest. Jeder Spieler kann 4 Ziele ansteuern (einer gar 5). Nicht sichtbar ist in welcher Reihenfolge ich meine Ziele anfahre. Das ist wichtig, denn die Ziele können nur von 2 oder 3 Spielern erfolgreich genutzt werden und zu spät kommt…….
      Auch wichtig ist es möglichst als erster ein Ziel zu erreichen, da es für diesen einen zusätzlichen Bonus gibt, der in meiner Schatzkiste für die Gegner nicht mehr sichtbar landet.
    2. Auswertung
      Wenn alle Reisesteine gelegt sind, wird ausgewertet. Die Spieler fahren nacheinander ihre ersten, dann zweiten usw. Ziele an und müssen dort entweder ein Fort oder ein Stadt erobern, eine Galeone versenken oder Handel treiben.
      Selbst wenn es nicht gut aussieht, kann der Spieler vorzeitig die Heimreise antreten und sich für die nächste Runde eine bessere Ausgangsposition verschaffen. Auch hier gilt, wer zuerst anlegt, darf die nächste Hafenrunde beginnen.

Kurzum: Ein kurzweiliges Spiel mit sehr wenig Downtime, man kann alles planen und muss seine Planung ständig an die neuen Gegebenheiten anpassen. Aber man kann nichts wirklich durchrechnen. Zu viele Aktionen meinen Gegner muss ich berücksichtigen, aber das hat dann mit Glück nichts zu tun, erzeugt aber viel Spannung. Mit einer Spielzeit von 2 Stunden ist man gut dabei. Wenn alle es können, kann es auch in 90 min vorbei sein.

ralf-gut

Franzis Drake ist in dieser Kategorie mein persönlicher Favorit.

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